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Glossar

Wall-Street-Ökonomie

Die Wall-Street-Ökonomie beschreibt eine Sicht auf die Wirtschaft über Finanzmärkte wie Aktien, Zinsen und Credit Spreads.

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Sie wird häufig der Main-Street-Ökonomie gegenübergestellt, die näher an der Realwirtschaft liegt.

Worauf man in der Praxis achten sollte

Der Begriff ist nützlich, wenn Marktstärke von der erlebten Lage der Realwirtschaft getrennt werden soll. Er beschreibt gut Situationen, in denen Aktien steigen, während Haushalte unter Druck stehen, oder in denen Finanzmärkte der übrigen Wirtschaft vorauslaufen.

In Marktkommentaren hilft es deshalb zu prüfen, ob wirklich die gesamte Wirtschaft gemeint ist oder nur die Temperatur finanzieller Vermögenswerte. Genau diese Trennung ist oft der eigentliche Zweck des Begriffs.

Praxishinweis

Wall-Street-Ökonomie taucht häufig im Kontext von economy, finance, macroeconomics, market auf. In der Praxis hilft es, nicht nur die Definition zu kennen, sondern auch zu verstehen, was mit diesem Begriff in Gesprächen oder Dokumenten knapp benannt werden soll.

Nahe Begriffe überlappen schnell und machen die Erklärung unscharf. Es ist daher hilfreicher, Ziel, Rolle und typische Einsatzsituation des Begriffs einen Schritt konkreter mitzudenken.

Lesefokus

Beim Lesen hilft es, zuerst zu klären, worum es geht, wovon der Begriff abgegrenzt werden soll und in welcher Art von Entscheidung er auftaucht. Bei Wall-Street-Ökonomie ist der Kontext economy, finance, macroeconomics, market bereits ein guter Einstieg.

Hilfreich ist außerdem, nicht bei der Definition stehenzubleiben. Besser ist es zu sehen, was der Begriff in einer fachlichen Unterhaltung knapp benennen soll.